Deutschrock-Highlight 2008

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  • Saltatio Mortis /Feuerschwanz in Berlin am 24.11.2007 - Bericht

    Die beiden Mittelalterrockbands Saltatio Mortis und Feuerschwanz zog es am Samstag nach Berlin, um in der Hauptstadt den gemeinsamen Tourabschluss 2007 gebührend zu feiern. Als Location wählten sie das Maschinenhaus in der Kulturfabrik, eine altindustrielle Brauerei mitten in der Stadt. Es bot sich eine sehr bühnennahe Räumlichkeit mit einer glasklaren Akustik an, welche auch sehr gut gefüllt wurde.

    Perfekte Einstimmung auf das mittelalterliche Treiben lieferte ein exzentrischer Berliner der mitten auf der Kreuzung seine Jonglierkünste spontan mit Feuerstäben unter Beweis stellte. Soetwas erlebt man auch nur in der Hauptstadt, aber nun zum Konzert selber.

    Es begannen zu nächst Feuerschwanz, die sich selber nicht allzu sehr ernst nehmen und eine süffisante Perspektive ihrer Zunft darboten. Das Publikum schien noch leicht skeptisch während der ersten Minuten, aber dies wandelte sich binnen weniger Takte in purer Begeisterung und Partylaune. Ein Hauptgrund neben der Musik, die auch zum Tanzen und Mitsingen einlädt, dürften vor allen die komödiantischen Einlagen und Ansagen gewesen sein. So zum Beispiel vor “Herren der Winde”: “Die hübsche Maid steht also auf Hülsenfrüchte (…) lass es ruhig raus, damit du zu Saltatio Mortis sauber bist”. Dies passte auch Perfekt zu der Parodie auf Schandmaul, in der man die sonst unbeliebten Darmwinde huldigt. Eine sehr flotte Polonäse, die “spontanen” Beifälle und die gut eingeübten Spiele mit dem Publikum (”ooooooh”/”aaaaah”) klappten auch wie am Schnürchen und so gab dieser lockerer und sehr runde Auftritt einen prima Auftakt für die Hauptband des Abends Saltatio Mortis, welche sich dem “Schweinskram” nun anschließen.

    “Ich bringe euch Feuer”. So wurden alle mit “Prometheus” auf die kommenden zwei Stunden vorbereitet. Ihr Set umfasste nahezu das komplette neue Album “Aus der Asche”, aber auch viele älter Lieder, wobei die neuen Songs den alten in nichts nachstehen. Sie kamen vielleicht sogar noch besser an, was die Klasse dieses Silberlings unterstreicht. Neben vielen spaßigen Ansagen, Sticheleien zwischen Lasterbalk dem Lächerlichen (Drummer) und dem Sänger Elea gab es aber auch ernstere momente. So wurde zu “Koma” ein wirklich sehr berührender Hintergrund erzählt, ebenso zu “Irgendwo in meinem Geiste” welches dem verlorenen Kind im Manne gewidmet ist.

    Zu Varulfen erzählte uns der Drummer ebenfalls in einem Märchen, dass die Frauen sich vor Spielleuten hüten sollten, da sie sonst unter einem Fluch leiden würden und sie sterben müssten. Deshalb bot er sich aufopferungsvoll an (er ist ja schließlich Schlagzeuger und kein Spielmann) und versprach alles zu “schaffen”. Er veröffentlichte auch seine Studie über Gespräche auf der Frauentoilette, für die er sich auch opferte. An diesem Abend mussten die Männer schockiert erfahren, dass sie während dieser Gespräche wie auf einem Pferdemarkt aufgeteilt und beurteilt werden.
    Stimmungsmäßige Highlights während des Sets waren “Spielmannsschwur, “Uns gehört die Welt”, “Keines Herren Knecht” für die Partylaune, aber auch “Koma”, “Irgendwo in meinem Geiste” und “Nichts bleibt mehr” für die Gänsehaut. Die Band präsentierte sich wirklich sehr facettenreich und bot somit alles von Party bis Ballade und die Ansagen und Dialoge zwischen den Songs boten stets einen sehr guten Unterhaltungswert.
    Man konnte die Spielfreude von Saltatio Mortis richtig spüren, die den Tourabschluss mehr als gebührend feierte. Dies konnten dann auch die recht happigen Getränkepreise (2,50€ für 0,25 Liter Bier) nicht mehr vermiesen und jeder der an diesem Abend dabei war wird es wohl nicht zum letzten Mal gewesen sein.

    Und hier gibts noch mehr Bilder…

    One Response to “Saltatio Mortis /Feuerschwanz in Berlin am 24.11.2007 - Bericht”

    1. 1
      rika Says:

      schön zusammengefasst! Schicke Bilder haste auch.
      War n tolles Konzert.
      Danke für’s festhalten

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