Rock am Park 2009 – Bericht und Fotos

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Erstmal an alle nicht Süd-Brandenburger: Das Festival Rock am Park ist im Süden Brandenburgs seit 6 Jahren etabliert und wird in harter Arbeit immer wieder vom Jugendclub Lindenau sehr professionell organisiert und durchgeführt. Auch wenn da nie die wirklich Großen gespielt haben, füllt sich das Zelt Jahr für Jahr immer wieder. Nebenbei gibt man auch immer lokale Bands die Chance, ihr Können zu zeigen. Das durften dieses Jahr FUNNY FARM, die sich die Bühne mit SAMAVAYO, 5BUGS und den Ska-Punkern von der SONDASCHULE teilten. Das Ganze dann für nur 8€ und bei freundlichen Bierpreisen von 1,50€ – da feiert man doch gern, besonders bei solch guten Sommerwetter.

Etwas verzögert im Plan hatten FUNNY FARM das eigentlich schwere Los den Abend zu eröffnen. Irgendwie war es wie so oft – bei der ersten Band stehen die Fans noch mit etwas Abstand vor der Bühne und sind noch etwas Bewegungsscheu. Doch das legte sich während des Gigs der Ortrander nach und nach. Allein schon das Intro mit der Wohnzimmereinrichtung auf der Bühne und dem sehr Jungen Keyboarder (Respekt!) war schon sehr cool. In Sachen Posing und Bühnenoräsenz kann man den Jungs ebenso wenig ankreiden, wie ihrer Musik. Die Bewegt sich irgendwo zwischen Alternative, Punk, etwas Metal und zumindest beim Gesang auch eine Brise NDW. Das ganze klingt sehr erfrischend und passte zum Sommerwetter.

Als nächstes waren nun SAMAVAYO aus Berlin am Start, deren Alternative Rock eher sachtere Töne anschlug. Da kommt natürlich nicht unbedingt 100%ige Partystimmung auf, dafür war aber eine andere Band an dem Abend zuständig. Das soll aber nicht heißen, dass ihr Sound nicht ankam – im Gegenteil die eingängigen Songs stießen durchaus auf Sympathien bei den Zuschauern, es wurde auch kräftig applaudiert zwischen den Songs. Der Gig an sich war gelungen, nur dröhnte der Sound (der am Abend eigentlich perfekt war) aus den Boxen leider nur noch gegen Ende des Sets. Aber egal, die Band hatte ihren Spaß, die Fans ihren Musikgenuss und alle freuten sich nun auf die Sause mit der SONDASCHULE.

Die bauten rasch ihr Set auf und der Soundcheck sorgte schon für etwas gute Laune und ging ebenso schnell vorbei. Der Song “Sondaschule” eröffnete den Auftritt und zündete wie eine riesen Bombe beim Publikum. Es wure getanzt, gepogt und mitgesungen – einfach der pure Wahnsinn wie der Funke von der ersten Sekunde an übersprang. Mindestens genauso heftig ging es dann einen Song später bei “Der Soundtrack deines Lebens” ab, dem Opener von ihrer letzten Scheibe “Volle Kanne”. Allgemein spielten sie einen recht ausgewogenen Mix aus alten und neuen Songs. “Nr. 1 in den Charts”, eingeleitet durch eine kleine Rapeinlage kommt schon fast an den Ur-Kracher “Pommesbude” ran, wo es dann total drunter und drüber abging im Publikum.

Gegen Mitte des Sets dann eine Stimmung aus Panik, Verdutzen und Scheißegal-Wir-Feiern-Trotzdem – die Band spielte allen Ernstes eine Ska-Version von “I’ve been looking for freedom”. Wer dachte wir hätten die “Niveau-Tiefpunkt” (Zitat der Band) erreicht, lag falsch. Ein riesiger Aufblas-Lümmel wurde auf die Bühne geholt und das Lied “Mein Penis (schmeckt nach Schokolade)” angestimmt. Doch das Niveau war hier scheißegal – es war einfach zu witzig, besonders durch das sehr selbstironische Auftreten der Oberhausener.
Doch auch sie mussten dann nach ca. 90 Minuten die Bühne räumen und hinterließen einen mehr als positiven Eindruck bei allen Anwesenden. Auch sie haben sich dann unter die Fans gemischt.

5BUGS aus Berlin durften nun den Abend abschließen. Ihren Alternative-Punk sahen sich schon deutlich weniger Leute an, diese waren aber sehr begeistert vom Auftritt. Zurecht auch, denn Sänger Chris gab bei jedem Song, egal ob nun Ballade oder etwas rockiger, wirklich alles. Seine Stimme ist live echt nicht zu verachten. Insgesamt also ein wirklich professioneller Auftritt der 5 Käfer, was man allerdings nach 8 Jahren Bandhistorie auch erwartet. Einzig die übermäßig vielen englischen Floskeln in den Ansagen des Sängers nervten etwas – bitte abschalten, danke. Ansonsten gab es aber nix zu meckern. Weder bei den Bands, noch beim Publikum, den Veranstaltern oder der Technik. Da kommt man doch auch 2010 gerne wieder.

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Dieser Beitrag wurde am am 26. Mai 2009 erstellt und befindet sich in Aktuelles, Fotos, Konzertberichte. Die Kommentare können mit dem RSS 2.0 verfolgt werden. Du kannst den Eintrag kommentieren oder einen Trackback senden.

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