Deutschrock ist Geil!! Bericht & Fotos von Meinerzhagener

Bei Alsfeld steigt nach E&L die größte Party mit bekannten Szenebands: Grober Knüppel , 9mm ARR, Wilde Jungs , Kärbholz , Frei-Wild und Engel in Zivil heizen gut 900 Leuten ein.
Von Christoph Last und Daniela Langenscheidt
Meteorologischer und kalendarischer Frühling in Deutschland -aber auch in der Deutschrockszene?
Nach dem Frühlingserwachen bei den Wilden Jungs im Big Valley am vergangenen Wochenende, wo die Hausherren und Kärbholz groß auftrumpften, waren schon mal 2 eingespielte Bands heute am Start, aber auch mit Frei-wild aus Süd-Tirol, die sich gerade in der Schaffensphase zur neuen CD befinden, konnte man davon ausgehen, dass auch die Zuschauer in Feierlaune sind, -ob nun mit oder ohne Frühlingsgefühle- sei dahingestellt.
Den Anfang machten Grober Knüppel, die in diesem Jahr viel auf Tour gehen und ihrem Namen alle Ehre machen, was den Hardcore-Stil angeht. Ein wenig erinnert mich diese Combo an Torfrock, ohne das jetzt abwertend zu meinen, aber der Stil ist schon gewöhnungsbedürftig, wenn man Konzerte des Deutschrock mit den gängigen Gruppen betrachtet.
Kärbholz schritt dann wieder auf großem Fuß voran und bewies einmal mehr, das die Jungs ihren neuen Schlagzeuger Henning Münch bestens eingearbeitet haben und er sich sehr wohl fühlt. Ein neuer Titel „Weg von hier“ stellte die erfolgreich, aufstrebende Gruppe vor und er besitzt eine Art Hymnencharakter.




Ein eingespieltes Team: Henning Münch ; Torben Höffgen ; Stefan Wirths und Adrian Kühn

Dass Henning Münch auch aktiv als Zuschauer seine Musik (ursprünglich Metal-Bereich) auslebt, zeigte sich, als er bei den Songs der Wilden Jungs und 9mm ARR kräftig mit feierte. Die Wilden Jungs gaben, wie eine Woche zuvor, wieder alles und ließen sich zurecht vom Publikum feiern. Mit ihrem mittlerweile bekannten Sensenmann trieben sie uns die letzten Spuren des kalten Winters aus den Gliedern.




Das Volk war eingestimmt auf die knallharte Stimme von Rock Rottens, deren gewichtige Truppe nicht nur den Zuschauern, auch den anderen Gruppen, mächtig Freude bereitete, -nicht zuletzt, weil sie zwei Songs der Onkelz zum besten gaben-. Ansonsten wurden die harten und schreienden Gritarrengriffs von Ritchie, Volker und Mauri von unglaublichen Taktschlägen des Jüngsten Aktiven heute begleitet.“Das Bommelsche“, wie er väterlich liebevoll von seinen Kollegen genannt wird. Er wirkte auf seinem Podest wie ein Wirbelwind und gab sich gewohnt stark und begeisterte manches weibliche Publikum.



Auch hier gab es eine Überraschung: Volker ließ seinen 8 –jährigen Sohn Leon unter dem Jubel der Massen das Lied „Seemann“ singen und man kann den jungen Mann wirklich attestieren, dass er einmal in die Stapfen des Vaters tritt, aber stellenweise war eben noch Hilfe vom Papa notwendig:

Nach dem Assi-Rock der Hanauer kam die Band, die mittlerweile zum festen Bestandteil des Deutschrock gehört und weswegen ein Großteil der ca. 900-1000 Zuschauer in der Halle auch aus der Ferne angereist waren: Frei.Wild aus Süd-Tirol! Zuvor jedoch gab es vom Supporters-Club der Süd-Tiroler für Signum, der die Geschicke der Band neben Michl lenkte, eine Überraschung für den Nachwuchs. Signum bekam für den jüngsten ein Frei.Wild Bobby-Car überreicht, auf dem er am liebsten selbst gefahren wäre…

Die Rocker aus Südtirol sorgten, ähnlich wie Kärbholz für eine Stimmung in der kleinen Halle, dass es ihnen schwer viel, aufzuhören, zumal sie lange Zeit nach ihrem Set gefeiert wurden, aber wer will es ihnen verübeln, sie halten die Deutschrock-Fahne mit am höchsten.



Als kleine Gag-Einlage wurde 9mm-Volker noch zum Stagediving gefordert und sprang unfallfrei in die Massen und landete unbeschadet wieder auf der Bühne.


Wer die Show nun zuende glaubte, sah sich getäuscht, denn die Engel in Zivil traten zum Kehraus an und boten mit vielen Onkelzcovern einen würdigen Rahmen einer gelungenen Veranstaltung:

Viele Grüße, Christoph Last (Meinerzhagener) & Danny Langenscheidt (Foto)







