Blow Up
Der 2. Veranstaltungstag lockte Besucher des Bandworm-Festivals aus nah und fern nach Magdeburg ins Blow-Up, eine verwinkelte Kellerlocation im Herzen Magdeburgs, in der sich laut Veranstalter 270 Leute (ausverkauft) befanden, darunter zwischenzeitlich viele draußen, weil die Luft mit der Zeit doch arg schlecht wurde. Mit Bandmitgliedern und Gästen mögen es wohl knapp über 300 gewesen sein, die sich ab 19.00 Uhr dort einfanden. Den Auftakt machten Roughneck als erste der sieben Bands an dem Abend. Doch sie hatten es spürbar schwer, mit ihrer harten, schnellen OI-Musik das Publikum in Fahrt zu bringen, zumal der Saal sich auch ganz langsam füllte und die Leute mehr auf die Gruppen wie Wilde Jungs und Kärbholz zu warten schienen. Der harte Kern feierte aber dennoch mit vor allem als der Sänger einfach im Publikum weiter performte.
Schon bei den Stammtischprolls vermehrte sich die Zahl der Zuschauer und Stimmung und zugleich sank der Anteil an Luft in der Keller-Location. Die Band konnte sich mehr Zugang zum Publikum verschaffen, das teilweise aus Holland oder sogar der Schweiz angereist war! Die Spielzeit war mit 45min. pro Band etwas knapp bemessen, sodass zum Teil bekanntere Stücke gar nicht erst vorgetragen wurden. Aber irgendwie musste man ja die sieben Bands auch irgendwie zeitlich unterkriegen.
Als nächstes kamen Rotz und Wasser aus Hamburg auf den Plan. Sie waren schon etwas angeheitert und waren heiß darauf zu spielen, trotz der gefühlten 60°C da unten. Die Hamburger spielten einen Mix aus ihren alten Krachern und bereits auch neue Songs von “Moin moin”. Einige der neuen Stücke wurden schon sehr gut mitgesungen und die Jungs spielten sich an ihre Grenzen bei den mittlerweile lebensfeindlichen Bedingungen im Blow-Up. Aber mit der schlechter werdenden Luft kam immer mehr Pogostimmung auf, wobei die Ersten vor der Bühne auch schonmal in die Kapelle reinfielen.Der Stimmungsaufschwung fand bei den Wilden Jungs ihren Fortgang, deren Sänger Tyson schwerstens über Blähungen (auch nicht sonderlich förderlich für die Luft da unten :D) klagte, seine Fortsetzung. Der Laden kochte nun förmlich und die Fuldaer verstanden es das auszureizen.
Als die Jungs von Kärbholz sich auf der engen Bühne breit machten sprang der Funke vom ersten Song an über. Sänger
Torben musste sich mit seiner sonst so “ausgelassenen Bühnenstimmung” etwas zurückhalten, brachte dafür aber die Lieder um so energischer rüber. Die Jungs aus dem Rhein-Sieg -Kreis wurden lautstark bei ihren Texten unterstützt, präsentierte man sich doch auch volksnah. Aber die Band hatte dann dochVerständnis dafür, dass das Volk “etwas platt” war, schließlich war die Party gestern in noch größerem Rahmen gefeiert worden.
Torben musste sich mit seiner sonst so “ausgelassenen Bühnenstimmung” etwas zurückhalten, brachte dafür aber die Lieder um so energischer rüber. Die Jungs aus dem Rhein-Sieg -Kreis wurden lautstark bei ihren Texten unterstützt, präsentierte man sich doch auch volksnah. Aber die Band hatte dann dochVerständnis dafür, dass das Volk “etwas platt” war, schließlich war die Party gestern in noch größerem Rahmen gefeiert worden. Der geniale Solist Ski King führte in den Pausen das Programm mit schicken Rock’n Roll Einlagen und war von Anfang an tätig. Für mich ist er ein genialer Künstler, der seine Show fürs Publikum locker aufzieht und mit “uralt-Ohrwürmern” zu begeistern weiß. Die Idee ihn als “Pausenclown” auftreten zu lassen war einfach nur super und überbrückte die sonst langwierigen Umbaupausen sehr gut.
Psychobilly war jetzt angesagt. Messerstecher Herzensbrecher enterten samt Schmalzlocke und Kontrabass die kleine Bühne und zockten vor einem etwas leereren Zuschauerraum. Dies tat der Stimmung aber absolut keinen Abbruch und die Band fand in der Person von Ski King prompt einen neuen Groupie. Bei ihrer Musik bliebt kaum ein Fuß mehr still und dank der geringeren Zuschauermenge konnte man auch ansatzweise wieder da unten atmen.

Den Rauswerfer machten wieder der Grobe Knüppel. Ihrem Namen wurden sie auch an diesem Abend wieder mehr als gerecht. Als Abschluss für die beiden Tage hat der Auftritt sehr gut gepasst. Bei “Reiß das Kabel raus” ließ es sich Chris von Rotz & Wasser nicht nehmen, mit ins Mikrofon zu brüllen – das dank einer technischen Panne bei den Drums sogar gleich 2 Mal. So neigte sich ein klasse Partywochenende zum Ende. Wir danken an dieser Stelle Bandworm Records für die Einladung, den Fans für die geile Stimmung, allen Bands, Vollaufdie12 und Frau für die Loge, Taxifahrer Heike für die Heimfahrt, den Jungs vom Curry54 und alle die sich an dieser Stelle vergessen fühlen.








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