Berserker CD Release – Die Revolution

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Die Revolution ist vorbei, bzw. hat begonnen. Am Samstag feierten die Berliner BERSERKER das Release ihres neuen Albums “Revolution”. Als Unterstützung hatten sie sich die Bands MORGENROT, ihre Labelkollegen ABSTURZ, ihre berliner Freunde von ZWANG, RIEFENSTAHL und für die Abschluss-Sause STAINLESS STEEL eingeladen. Als besonderes Special sollte der Rapper JOE RILLA zusammen mit den Berserkern einen Song performen, doch dieser konnte (bzw. durfte) leider nicht an dem Abend im Columbia-Club sein. Doch dazu später mehr. So wo fangen wir nun an zu erzählen – am besten am Anfang.

Und den machten die Thüringer MORGENROT. Sie hatten das Pech, wenn man es so nennen will, bei noch draußen herrlichsten Sommerwetter anzufangen. Echte Musiker schreckt sowas aber nicht ab, und so haben sie vor den langsam eintrudelnden Fans ihr Set aus sehr melodischem Rock klasse durchgezogen. Sie wussten auch wie man die Fans vor die Bühne lockt – da musste schon der gute alte Kümmerling-Trick herhalten: man nehme sich einen Karton kleiner Kümmerling-Flaschen und reiche sie von der Bühne. Das funktioniert eigentlich immer. Nach ihrem – meiner Meinung nach – besten Song “Omnia Differunt” haben sie dann die Bühne geräumt für ABSTURZ.

Die Newcomer von ABSTURZ legten von Beginn an los mit ihrem sehr eigenständigen Deutschrock. Mit ihrem Debüt-Album bei KB-Records im Rücken überzeugten sie nicht nru Schröder, sondern auch ne Menge der anwesenden Fans. An sich gab es an dem Gig nichts zu bemängeln, die Songs kamen sehr gut an, “Wir sind eins”, “Absturz” und “Arschloch” sind einfach Live-Kracher. Aber die Beleuchtung auf der Bühne war auf die Dreier-Besetzung der Band leider nicht ausgelegt, sodass sie öfters eher im Dunkeln standen. Das kann man der Band aber nicht ankreiden, die übrigends mit “Nur mit Euch” auch einen neuen Song präsentierten. Klingt auf jeden Fall vielversprechend.

So nun waren die Lokalmatadoren von ZWANG an der Reihe, die eine Menge Fans mitgebracht hatten. Das hörte man immer wieder an den Zwischenrufen (Die Fans zählten fast immer die Songs an) und viele sangen sehr textsicher mit. Die Stimmung seitens der Fans war auf jeden Fall da. Auf der Bühne fehlte es auch an nichts. Die Songs mit hohem Ohrwurmfaktor kamen bei dem nahezu perfekten Sound im Columbia Club super rüber. Eine sehr gute Bühnenpräsenz gab dem noch den letzten Pfiff. Da war stehts Bewegung und auch Gehüpfe, was sich wie ein Virus auf das heimische Publikum übetragen hat. Die Band sollte mans ich auf jeden Fall merken und bei Gelegenheit (wieder) ansehen.

Die NDHler RIEFENSTAHL, letzte Band vor Berserker, legten direkt brachial los. Ihre Musik ist irgendwo zwischen Rammstein, Oomph! und Megaherz anzusiedeln, aber mit viel eigenen Akzenten. Dies kam auch beim Publikum gut an, dass sich mit Headbanging und Pogo schon für Berserker warm machte. Die Band wirkte dabei sehr dominant auf der Bühne und der Sänger suchte stehts den Kontakt zu den Fans. Auch diese Band sollte man sich mal vielleicht nicht nur im Hinterstübchen vormerken, wenn man die nächsten Konzerte plant. Nach ihrem letzten Song steigte dann die Spannung auf BERSERKER.

Diese bauten ihr Set auf und fingen dann fast pünktlich an. Direkt zum Anfang wollte man den Fans die neuen Songs noch nicht “zumuten” und nutze bekanntes Material, um erstmal ordentlich Stimmung zu machen. “Ich habs satt”, “Was uns bewegt” und leidergottes (aus meiner Sicht) “Hertha BSC”, was sich aber bei den Berlinern als echter Stimmungsmacher erwies. Bei “Hört her” holten sie sich gesangliche Unterstützung von Tuschi (ENORM) und auch das Publikum ging bei diesem Song steil – die Message war klar: rechte Spinner haben hier nichts zu verlieren!

Nun ging es los mit der Revolution. Ein schniekes Intro und ab ging es – “Der Fünfte Streich” und “Revolution” sorgten für ordentlich Stimmung und live kommt der Sound mindestens genauso brutal rüber wie von der CD. Nun zum eigentlichen Special, das auch vorher angekündigt wurde. JOR RILLA sollte eigentlich den Song “Deutschrap Hooligans” mit dem Sound von Berserker auf der Bühne präsentieren. Allerdings durfte dieser an dem Abend nicht da sein. Mit einer Videobotschaft hat er sich trotzdem gemeldet und so hat man dann den Song eben zum Playback von Joe Rilla live begleitet. Das war sicher für viele ein Kulturschock, hatte aber seinen gewissen Charme. Bis auf diese kleine “Unterbechung” spielten sie das neue Album einmalig am Stück.

Eine weitere Begleitung holten sie sich bei “Der Anfang vom Ende” vom Absturz-Sänger Philipp. Diese Konstellation wird sich Ende des Jahres so ähnlich wiederholen, denn BERSERKER und ABSTURZ werden zusammen eine Split veröffentlichen mit 6 Songs von jeder Band. Doch zurück zum Berserker Gig. Zwischendurch gab es mal so nebenbei ein Heiratsantrag auf der Bühne (mit positivem Ausgang) und der Suse wurde auch noch zum Geburtstag gratuliert.

Diese spielten weiterhin ihre neuen Songs, wobei “Der Führer der mich führt” sicher wieder kompromisslos zeigt wie die Jungs ticken – musikalisch auch ein echter Hammer. Nachdem sie die 13 Songs fertig gespielt hatten, konnten sie natürlich nicht so einfach abhauen. Sie holten sich zum Abschluss noch Besuch auf die Bühne – Toifel von BERLINER WEISSE sang die Hymne auf die Onkelz “Auf Wiedersehen” mit und nahezu alle gabe nun ihr letztes – auf und auch vor der Bühne.

Puh – das war es jetzt, die Fans waren begeistert und die Berserker waren erleichtert. Die Revolution ist geboren und bietet 13 brachiale Songs, die die Berserker so hart wie noch nie zeigen. Zum Abschluss stand nun noch Onkelzcover von Stainless Steel an, Ok man mag zwar geteilter Meinung sein, was Onkelzcover betrifft, aber vielen Fans hat es schon gefallen.

Ein guter Mix aus älteren und neueren Songs der Frankfurter sorgte zum Ende nochmal für ausgelassene Stimmung. Einige Fans konnten den Gig zwar nur noch sitzend betrachten, die Band zockte ihr Set dennoch Souverän weiter bis dann in der Nacht der Columbia Club seine Türen schloss. Das Heimspiel der Berserker war zu Ende und was bleibt, sind Erinnerungen an eine super Party im Herzen Berlins.

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Dieser Beitrag wurde am am 18. Mai 2009 erstellt und befindet sich in Aktuelles, Fotos, Konzertberichte. Die Kommentare können mit dem RSS 2.0 verfolgt werden. Du kannst den Eintrag kommentieren oder einen Trackback senden.

3 Kommentare zu “Berserker CD Release – Die Revolution”

  1. Nori sagt:

    Super Bericht, klasse geschrieben!

  2. suse sagt:

    schicker bericht !! haste toll gemacht ! und danke für den kümmerling ;)

  3. Yvi sagt:

    GEIL!!! GEIL!!! GEIL!!!

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